
Das Thema „Elektrische Energiespeicher“ erlebt derzeit durch das ansteigende Interesse an Elektromobilität eine wahre Renaissance. Batterien sollen durch ihren Einsatz in Elektroautos den Fahrkomfort verbessern, vor allem aber die Energieeffizienz und Klimafreundlichkeit steigern. Ein vielversprechender Kandidat für den Einsatz im Auto sind Lithium-Ionen-Batterien. Diese Batterien haben dreimal soviel Energiepotential wie herkömmliche Autobatterien. Das würde zumindest für den Pendlerverkehr reichen, zumal, wenn man das Auto beim Parken an der Steckdose auflädt. Ziel der Forschungsaktivitäten z. B. an der Universität Münster ist die Weiterentwicklung der herkömmlichen Batterietechnologie in automobiltaugliche Lithium-Groß-Batterien.
Die Materialien sind der Schlüssel. Nur mit Ihnen kann man in ganz neue Sphären jenseits der Lithium-Ionen-Technologie stoßen. So gelang es den Forschern aus Münster kürzlich sogar, mit Hilfe von Lebensmittelkomponenten, wie sie auch im Jogurt Verwendung finden, umweltfreundlichere Batteriezellen herzustellen. Die Vorteile dieser „Jogurt-Materialien“ in Batterien liegen auf der Hand: Die Batterien können energieeffizienter hergestellt werden, sie produzieren dabei weniger Emissionen und schließlich lassen sie sich später besser recyceln.
Der gezeigte Alubeutel – ein sogenanntes „Pouch Bag“-Modell – ist ein Nachbau einer Zelle, wie sie auch in größeren Batteriepacks eingesetzt wird. Das Modell daneben zeigt den Aufbau einer Batterie.