
Klettverschlüsse haben sich auf breiter Front in Industrie und Haushalt durchgesetzt. Der unschlagbare Vorteil einer Klettverbindung ist, dass sie einfach zu schließen und wieder zu öffnen ist. Doch sie hat einen Haken: Für viele Anwendungen ist sie zu schwach. Gängige Klettverbindungen aus Kunststoff sind nicht besonders beständig gegenüber Hitze und aggressiven Chemikalien.
Im Rahmen eines BMBF-Verbundprojektes erarbeiteten Partner aus der Industrie die Lösung: „Metaklett“, die stählerne Klettverbindung. Als Werkstoff dient ein Federstahl, der hohe elastische Verformbarkeit mit hoher Festigkeit vereint. Den Hakenformen verdanken die Modelle auch ihre Namen: der Flamingo, ein Schnappverschluss, und der Entenkopf, ein Haken-Ösen-System. Als dritte Alternative kombiniert das Modell „Hybrid“ ein Hakenband aus Stahl mit einem Flauschband aus Kunststoff.
Die Verbindung ist gegen Chemikalien beständig und hält auch bei 800°C noch einem Zug von bis zu 35 Tonnen pro Quadratmeter stand. Dennoch kann sie jedermann rasch und ohne jegliches Werkzeug lösen und wiederverschließen, wie einen Klettverschluss am Kinderschuh.
Mögliche Einsatzfelder sind prinzipiell alle Bereiche, die auf leicht wieder lösbare aber stabile Verbindungen angewiesen sind, beispielweise die Gebäudetechnikindustrie.