
Zwei Drittel aller Deutschen wollen ein Zuhause auf dem neuesten Stand der Technik, wie eine Trendstudie ergab. Sie sind der Meinung, dass innovative Technologien das tägliche Leben vereinfachen, sparen helfen und Komfort bieten. Trendsetter ist und bleibt dabei die Werkstofftechnologie.
Ceranfelder aus hitzefestem Glas, Bügeleisen mit Keramiksohle oder abwaschbare Polster gehören heute zur Grundausstattung vieler Haushalte. Hightech-Werkstoffe umgeben uns selbst in alltäglichen Dingen: Silikonbackformen, Superkleber oder Mikrofasertücher basieren auf modernsten Werkstoffentwicklungen.
In Zukunft werden zum Beispiel großflächige OLED (organische Licht emittierende Dioden) Wände zum Leuchten bringen. Mikroperforierte Paneele schlucken Lärm und verbessern das Raumklima. Die Oberflächen in Bad und Küche werden dank Lotuseffekt kaum noch verschmutzen. Hydrophobe Beschichtungen von Duschkabinen lassen Tropfen abperlen und verhindern so die Bildung von Kalkrändern. Verpackungsfolien zeigen dank neuer Sensoren den Frischegrad von Lebensmitteln an.
Ein uralter, aber nach wie vor wichtiger Werkstoff in unserem engsten Lebensumfeld ist Keramik – nicht nur als Kaffeetasse. Sockel für elektrische Schalter und Regler, Steckdosen oder Anschlussklemmen für Elektroherde, Mikrowellengeräte, Wasch-, Geschirrspül- und Kaffeemaschinen bestehen aus diesem immer noch innovationsfreudigen Material. Es weist ganz erstaunliche Eigenschaften auf. Nicht einmal der direkte Kontakt mit glühenden Heizspiralen bei 1200 ° C kann ihm etwas anhaben.

Elegant wäre es beispielsweise, wenn Lautsprecher wie Bilderrahmen flach an der Wand hängen könnten. Ingenieure des Fraunhofer- Instituts für Digitale Medientechnologie IDMT haben solche Flachlautsprecher mit perfektem Sound entwickelt. Nur wenige Zentimeter dick, lassen sie sich sogar in Möbel integrieren. Aktuelle Fördervorhaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zielen darauf, Licht effizienter zu erzeugen als mit Glühbirnen und Leuchtstoffröhren.
Aktuelle Fördervorhaben des Bundesministeriums für Bildung und
Forschung (BMBF) zielen darauf, Licht effizienter zu erzeugen als mit Glühbirnen und Leuchtstoffröhren.
Die Entwicklung solcher Lichtquellen auf Halbleiter-Basis unterstützt das BMBF mit der Forschungsinitiative
„Organische Leuchtdioden Phase 2“. Im Fokus stehen Leuchtdioden, die weniger Energie verbrauchen, ästhetisch überzeugen und vielseitig einsetzbar sind – vom Raumlicht über den Bildschirm bis zur Außenbeleuchtung.
Strom aus Kunststoff-Solarzellen ist Ziel der neuen Forschungsinitiative „Organische Photovoltaik“ von BMBF und Industrie. Die Solarzellen sollen billiger, vielseitiger, großflächiger und leichter werden als die herkömmlichen
auf anorganischer Siliziumbasis. 360 Mio. Euro stehen in den kommenden Jahren bereit, von denen das BMBF 60 Mio. Euro übernimmt.