
Magnesium ist ein besonders interessantes Metall. Es ist der leichteste metallische Werkstoff und bioabbaubar. Magnesium kann helfen, gewichtsreduzierte und somit Sprit sparende und umweltschonende Autos herzustellen.
In Lenkrädern und Armaturenbrettern oder im Sitz verschiedener Automobile findet sich auch heute schon Magnesium. Aufgrund der exzellenten Gießeigenschaften von Magnesium-Legierungen lassen sich auch komplexe Konstruktionen in nur einem Gussteil produzieren.
Trotzdem wird Magnesium noch nicht bevorzugt eingesetzt – auch weil die Forschung noch verstärkt werden muss: Wie stabil bleibt der Werkstoff bei einem Unfall? Was kann man effektiv gegen die Korrosion tun? Wie lässt sich der Werkstoff als Blech besser walzen und schweißen? Kann man Magnesium effektiv recyceln? Antworten auf diese Fragen suchen Wissenschaftler aus dem Bereich Magnesium-Technologie am GKSS-Forschungszentrum in Geesthacht.
Und ein weiterer Aspekt ist für die Geesthachter Helmholtz-Forscher spannend: Magnesium ist für den Menschen verträglich. So sind Knochenschrauben aus Magnesium denkbar, die sich nach der Genesung eines Patienten selbstständig abbauen, ohne dass ein weiterer chirurgischer Eingriff nötig wäre.