Der Strom fehlt - das Display hält

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Informationen brauchen in der Regel eine Anzeige, damit wir sie verstehen können. Das Problem heute gängiger Displays: Sobald der Strom abgeschaltet wird, ist die Anzeige schwarz.

Anders bei sogenannten elektrophoretischen und zum Teil auch elektrochromen Displays (ECD). Sie brauchen Strom nur, um ihre Anzeige zu ändern. Bei der elektrochromen Technologie verändern sich durch eine umkehrbare Oxidation oder Reduktion des Materials die Absorptions- bzw. Reflexionseigenschaften der elektrochromen Farbstoffmoleküle. Da diese sich gut auf flexible Folien auftragen lassen, erschließen sie neue Anwendungen wie der Epyrus von Siemens. Bekannt ist bereits der Einsatz elektrochromer Folien als automatisch abblendender Fahrzeug-Rückspiegel.

Typische elektrochrome Displays bestehen im Wesentlichen aus nur drei Schichten: Eine Kunststofffolie wird mit einem organischen Leiter beschichtet. Darauf folgt eine Elektrolyt-Folie, den Abschluss bildet wieder eine mit dem organischen Leiter beschichtete Folie. Der organische Leiter übernimmt die Stromzuleitung und dient gleichzeitig als elektrochromes Material.

Positive und negative Ionen können sich im Elektrolyt frei bewegen. Wird zwischen oberer und unterer Schicht eine Spannung angelegt, wandern die Ionen zu den gegenteilig geladenen Elektroden. Die Positiv-Ionen ziehen Elektronen auf das elektrochrome Material, das chemisch reduziert wird. Rotes Licht wird absorbiert, das Material erscheint in der Folge dunkelblau.