Computer aus Plastik

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Kunststoffe, die elektrischen Strom leiten, gelten als Grundlage für neuartige Computeranwendungen wie falt- oder biegbare Displays, Funketiketten (RFID) oder Plastikchips. Die „Polymerelektronik“ basiert auf Polymerketten aus abwechselnden Einfach- und Doppelbindungen. Ein solches Elektronensystem besitzt Halbleitereigenschaften und kann Strom leiten.

Vor etwa drei Jahrzehnten wurden die ersten organischen Polymere entdeckt, die auf Grund ihrer Struktur den Elektronentransport und damit Stromfluss ermöglichen. Sie befinden sich allerdings immer noch weitgehend im Laborstadium.

Ähnlich wie in der Siliziumtechnik werden in der Polymerelektronik durch gezieltes Verunreinigen mit bestimmten Fremdstoffen, sogenanntes Dotieren, die elektronischen Eigenschaften beeinflusst und Transistorschaltungen hergestellt. Polymerelektronik lässt sich billiger produzieren, da sich Drucktechniken einsetzen lassen. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist der Verpackungsschutz leitfähiger textiler Polymerfasern.