Blinde können wieder sehen

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Gemeinsame Entwicklungen von Materialforschern und Elektronikern geben Blinden bis zu einem gewissen Grad das Augenlicht zurück. Ein Siliziumchip mit Photosensoren, ähnlich einer Digitalkamera, wird unter die Netzhaut implantiert. Er übernimmt die Funktion der defekten Sehzellen und leitet die empfangenen Bildinformationen über elektrische Impulse an die Nervenzellen im Auge weiter.

Eine Voraussetzung ist allerdings, dass die Nervenzellen noch funktionieren. Auch die Sehschärfe erreicht nicht die des gesunden Auges. Doch schon die aktuelle Prototypen-Technik ermöglicht zumindest die Orientierung im Raum, im Idealfall sogar das Erkennen von Gesichtern.

Zentrale Forschungsaufgabe ist die Entwicklung einer biokompatiblen, hermetischen Verkapselung des Implantates. Anders als bei herkömmlichen Implantaten steht es nämlich unmittelbar mit dem Körpermedium in Kontakt. Nanotechnologisch strukturierte Verbundsysteme aus biokompatiblen Polymer-, Isolations- und Barriereschichten sollen weitere Verbesserungen bringen.