Mit Keramiklagern hart am Wind

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Regatta-Segeln stellt höchste Anforderungen an Mannschaft und Material. Um das Schiff zu manövrieren, müssen Seile in Windeseile über Rollen bewegt werden – so schnell, dass sie heißlaufen können, wenn die Reibung zu groß wird. Auf keinen Fall darf eine Rolle stecken bleiben. Nicht nur das Reep selbst kann reißen, sondern auch das Segel. Und sogar der Mast kann unter ungünstigen Bedingungen brechen.

Keramische Werkstoffe sind mittlerweile auch in der Königsklasse des Segelns, dem America’s Cup, auf dem Vormarsch. Dort werden an kritischen Stellen Umlenkrollen mit keramischen Wälzlagern eingesetzt.

Hochleistungskeramiken ermöglichen den Einsatz von Wälzlagern in vielen Extrembereichen der Technik. Ihre Stärken spielen sie vor allem dann aus, wenn hohe Korrosionsbeständigkeit, extreme Temperaturen, Verzicht auf Schmiermittel, geringer Verschleiß und hohe Zuverlässigkeit gefordert sind. Sie sind deshalb auch im Automobilsport sehr gefragt.

Je leichtgängiger und reibungsärmer die Umlenkrollen von Rennyachten sind, desto schneller und mit weniger Kraftaufwand lässt sich ein Reep bewegen. Die Innen- und Außenringe dieser Lager bestehen aus den Hochleistungskeramiken Zirkonoxid oder Siliciumnitrid, aus dem auch die Wälzkörper hergestellt werden.