Flanken mit dem Wasser-Fußball

exponate
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Wasser lĂ€uft schrĂ€ge DĂ€cher hinunter, die Ziegel bleiben nass. Das ist nichts Neues. Dass Tropfen aber auch vollstĂ€ndig ĂŒber eine FlĂ€che rollen können, ohne ihre Form zu Ă€ndern oder RĂŒckstĂ€nde auf der OberflĂ€che zurĂŒckzulassen, ist außergewöhnlich.

Genau so funktioniert aber unser Wassertropfen-Fußball. Es ist die OberflĂ€che, die dieses erstaunliche Verhalten hervorruft, genauer gesagt, die Struktur der MaterialoberflĂ€che. Sie besteht aus winzigen Erhebungen im Mikrometerbereich, ist also gar nicht so glatt wie sie scheint.

Tropfen haben die Tendenz, eine Kugel zu formen. Sie streben die Form der kleinsten OberflÀche an, um OberflÀchenenergie zu sparen. Leichte Verformungen sind der Schwerkraft geschuldet.

Gleichzeitig wirken zwischen dem Tropfen und dem Untergrund AnziehungskrĂ€fte, die in der Regel dazu fĂŒhren, dass das Wasser die OberflĂ€che benetzt. Die spezielle Struktur unseres Materials sorgt aber dafĂŒr, dass eben diese „AdhĂ€sion“ gering ist und der Tropfen seine runde Form erhĂ€lt.

Mit unserem Exponat kann man diesen Effekt der „Ultra-Hydrophobie“ auf sportliche Weise erfahren. Ziel ist es, den Tropfen durch Neigen des Spielfeldes in eines der beiden Tore zu versenken. Das ist gar nicht so einfach, denn der Tropfen gleitet erstaunlich gut.