
Die deutschen Straßen bestehen überwiegend aus Asphalt. Beton hat nur im Autobahnbau einen nennenswerten Anteil von etwa 30 Prozent. Die Lärmoptimierung der Straßenoberflächen konzentriert sich deshalb überwiegend auf Asphaltstraßen.
Verantwortlich für die Reifen/Fahrbahn-Geräusche ist die Oberfläche der Deckschicht. Optimal ist offenporiger Asphalt (OPA), auch Drain- oder Flüsterasphalt genannt, der den Geräuschpegel hörbar senkt. Systematisch untersucht wird OPA in Deutschland seit gut 20 Jahren. Fazit: Ausschlaggebend für die Wirksamkeit sind Hohlraumgehalt und Größtkorn.
Die Wirksamkeit ist bislang aber begrenzt garantiert, da die Hohlräume mit der Zeit verstopfen. Außerdem ist OPA im Bau und Unterhalt deutlich teurer. Wenn es gelingt, die anfängliche Lärmminderung zu erhöhen und sie länger zu erhalten, lohnen sich auch die höheren Anfangsinvestitionen, weil beispielsweise weniger Schallschutzwände gebaut werden müssen.
Derzeit untersucht werden zweischichtige offenporige Asphalte der dritten Generation. Diese können den Lärm anfangs um bis zu – 8 dB (A) und mehr senken. Vor allem aber lässt die Wirkung in den Folgejahren nur wenig nach. Aber auch mit anderen Methoden finden Erprobungen statt, wie das Texturieren von Waschbeton oder Abstreuen mit verschiedenen Körnungen. Weitere Optimierung versprechen neueste Entwicklungen durch den Einbau von Resonatoren unter den offenporigen Asphalt.
Hören Sie im Exponat, wie sich unterschiedliche Fahrbahnbeläge auf die Geräuschentwicklung auswirken.