Angenehme Temperaturen einfach speichern

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Eine Isolierung ist eine feine Sache: Im Sommer hält sie das Haus kühl, im Winter warm. So hilft sie auch, Energie zu sparen. Neue Werkstoffe können eine Isolierung sinnvoll ergänzen. So genannte Latentwärmespeicher nehmen eine aktive Rolle im Wärmemanagement von Gebäuden ein.

Das Ganze funktioniert über eine Strukturumwandlung und ist vergleichbar mit dem Eiswürfel in der Cola: Er verflüssigt sich, wenn er Wärme aufnimmt und kühlt so das Getränk. Dabei ändert er offensichtlich seine Struktur. Kühlt man das Schmelzwasser ab, findet eine „Rückumwandlung“ statt und es gefriert wieder zu Eis.

Der Latentwärmespeicher besteht aus speziellem, künstlichem Wachs, das in mikroskopischen Kunststoffkügelchen verkapselt ist. Damit lassen sich völlig neuartige Isolierplatten herstellen. Oder man setzt diesen Wärmespeicher direkt den Baustoffen zu, beispielsweise als Beimengung zum Wandputz.

Eine mit diesem Stoff verputzte Wand kühlt den Raum tagsüber im Sommer und wärmt ihn nachts im Winter, wodurch der Energiebedarf für Klimaanlagen und Heizungen sinkt.

In die gezeigten Kunststoffmatten sind latent Wärme speichernde Mikrokapseln eingebaut. Wer warme Hände hat, fühlt kühle Kunststoffmatten, da sie die Wärme gut aufnehmen. Ist die gesamte eingebettete Wachsmasse flüssig, kann jemand mit kalten Händen sich ziemlich lang seine Finger daran wärmen, bevor das Wachs wieder erstarrt ist.